Antidiskriminierung in Deutschland

Antidiskriminierungspolitik in Deutschland

In der Bundesrepublik Deutschland darf nach Artikel 3 des Grundgesetzes niemand „wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ (Abs. 3) In Abs. 2 wird zudem festgestellt: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“

Damit besteht ein grundlegender Ausgangspunkt für den Schutz bundesdeutscher Bürgerinnen und Bürger vor Diskriminierung. Doch dieser Schutz ist nicht umfassend genug, kritisieren beispielsweise Interessenverbände für Seniorinnen und Senioren, Lesben- und Schwulenverbände, denn: der Artikel 3 Grundgesetz schließt einige Diskriminierungsmerkmale bislang aus wie beispielsweise das Lebensalter sowie die sexuelle Identität.

Durch die Umsetzung der europäischen Richtlinien zur Bekämpfung von Diskriminierung in einem bundesdeutschen Antidiskriminierungsgesetz könnten diese Lücken geschlossen werden.
In der Bundesrepublik Deutschland wurde das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz zum 14. August 2006 umgesetzt.

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz zum Download (PDF, 77 KB)

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